Epistula

Hier finden sich regelmäßig Nachrichten aus der Unipfarre und die Veröffentlichung der aktuellen Predigtreihe. Dies hier ist aber auch ein Freiraum für eigene Beiträge. Wenn Du einen Text beitragen möchtest, ein Gebet, Gedanken, schreibe uns einfach an office@unipfarre.at

Willst Du einen epistula-Newsletter nachlesen? 
Jänner 2017, Februar 2017, Sondernummer 1, März 2017, April 2017, Mai/Juni 2017, September 2017, Oktober 2017, November 2017, Dezember 2017

Jänner 2018, Februar 2018, März 2018, April 2018, Mai 2018, Juni 2018, Oktober 2018, November 2018, Dezember 2018

Jänner 2019Februar 2019März 2019April 2019Mai 2019

Konsequenzen

Christi Himmelfahrt hat Konsequenzen für die Jünger. Sie sind nun endgültig auf sich gestellt, auch wenn sie nicht allein gelassen sind. Der Geist Gottes wurde ihnen gegeben. Zu Pfingsten wird dies gefeiert. Die Geistgabe ermutigt und stärkt sie fortan ihren Glauben auszubreiten. 

Da sie nun diesen Geist empfangen haben, sind sie  bereit für "die ganze Wahrheit", wie wir am Dreifaltigkeitssonntag hören werden. Dies Wahrheit  stellt sich im Blick auf das Fest als sehr schwierig heraus. Wie sind Vater, Sohn und Geist zu verstehen, aufeinander bezogen und für unser Leben relevant?

Am Sonntag danach sagt uns Paulus im Galaterbrief, wir alle seien "durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus". Im Evangelium stellt Jesus die Frage, für wen ihn die Leute halten. Wer sind wir als Christen? Wie zeigt sich das im Leben, das andere uns als Christen erkennen. das verlangt konsequentes Leben und hat für unser Leben Konsequenzen.

Am Herz-Jesu-Sonntag wird uns dafür ein Hinweis gegeben. Als Christen sollen wir Freude am Wohlergehen der anderen haben. Freude, weil sich jemand wieder gefunden hat, jemand gefunden wurde. In der Freude für andere wird auch Jesus weites Herz erkennbar. Dieses sollen auch wir annehmen.

offenbaren

Jesus muss nach seinem Tod und seiner Auferstehung den Jüngern immer wieder neu und anders kundtun, dass er noch immer dieser Jesus von Nazareth ist, wenngleich in einer neuen und anderen Weise. Sie können und wollen es nicht einfach verstehen, fehlt doch letzlich auch der Begriff. Was heißt Auferstehung. Wir lesen zu den Evangelien nicht die Apostelgeschichte, also die Erlebnisse der jungen Christengemeinschaft, die da und dort zur Gemeinde wird, sindern die Offenbarung.
Zunächst sind die Jünger voll Furcht und Jesu muss ihnen diese nehmen und zugleich klären, dass man an ihn glaben kann, ohne ihn in dieser neuen Weise gesehen zu haben. Thomas macht diese Erfahrung. In Gemeinschaft ob in der kleinen Schar der Jünger, oder in der zahllosen wie sie in der Offenbarung beschrieben wird, ist letzlich unbedeutend, ist es möglich, die Erkenntnisse und die Erfahrung zusammenzutragen.
Die Obsorge für die Herde inkludiert auch das Freigeben, ein Weiden-Lassen. Sorge und Freiheit werden zum neuen Kennzeichen des Auferstandenen.
Gott wird unter den Menschen Wohnung nehmen und für sie da sein. Er wird ihre Tränen trocknen, die der Freude und die des Schmerzes. Möglich ist dies nur, wenn man liebt. Diese Liebe wiederum ist das Kennzeichen von Leben in und mit Gott, realisiert im Auferstandenen.
Mit der Herrlichkeit Gottes, mit seiner Liebe ist alles möglich. sie erträgt Abwesenheit, sie hat als Gabe den Frieden und den Hl. Geist. Sie bereitet auf dass neue Leben nach Pfingsten vor.

Jesus, der Christus, muss all das immer wieder neu den Jüngern sagen, wir müssen es immer wieder neu an uns heranlassen, um es zu  verstehen. Nicht nur Gott offenabrt sich, auch wir werden offenbar.

Weg zum Leben

Der Weg nach Jerusalem ist für Jesus ein Weg, der zunächst in Gefangennnahme und Prozess mündet und schließlich zum Tod führt. Doch schließlich ist es ein Weg zum Leben. Der Gang nach Jerusalem erhält einen messianischen Einzug. Jesus schickt zwei seiner Jünger einen jungen Esel zu holen, auf dem er einreitet. Dass seine Jünger auch noch "Gesegnet sei der König" rufen, missfällt den Pharisäern sehr und sie wollen, dass Jesus das abstellt. Es ist deutlich, dass alles an der Kippe steht, sich eigentlich schon darüberneigt.

Am Palmsonntag lesen wir aus dem Lukasevangelium den Einzug, die Klageworte über Jerusalem, die Vertreibung der Händler aus dem Tempel und den Wunsch der Hohenpriester und Schriftgelehrten, Jesu umzubringen. Über dem Jubel der Jünger liegen schon die Schatten des Kommenden

Am Gründonnerstag beginnen wir mit der Bereitung des Pesachmahles. Dazwischen liegen bei Lukas einige auf das Ende hingerichtete Worte Jesu, der tagsüber lehrte und nachts am Ölberg betete. Auch durch ihn weerden die Schatten aufgezeigt. Der Beschluss Jesu umzubringen und der Verrat von Judas stehen direkt vor unserem Einstieg am Gründonnerstag. Der Weg nach Jerusalem erfüllt sich für den frommen Israeliten mit dem Mahl am Pesachfest. doch Jesus denkt weiter, merkt, dass seine Jünger nicht mitkommen, mit dem, was ihn bewegt, was seine Sendung ist und daher auch physisch in Distanz bleiben. Sie haben zunächst nicht teil an seinem weiteren Weg, auch wenn oder weil sie daneben-stehen, wie Petrus

Am Karfreitag nimmt alles seinen Lauf, bis zum bitteren Ende. Erst danach wird der Hauptmann Jesus als gerecht(gemachten) Menschen apostrophieren. und Josef  von Arimathäa ihm gerecht, weil er ihn bestattet.

Erst die Verkündigung der beiden Männern mit den leuchtenden Gewändern an die Frauen, dass Jesus auferstanden sei, dass er lebe und deshalb  nicht bei den Toten gesucht werden könne, hilft den Jüngern auf den Weg Jesu zurückzukehren und diesen als Weg zum (neuen) leben zu verstehen, aber das braucht noch viele Begegnungen Jesu mit ihnen.