Epistula

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Erschrecken

Vom Palmsonntag bis Ostern spannt sich ein Bogen. Der feierliche messianische Einzug in Jerusalem, lässt manche erschrecken. Im Markusevangelium wird danach auf vielfältige Weise die Messiasfrage vertieft. Am Palmsonntag lesen wir auch die Vollmachtsfrage, die die Schriftgelehrten stellen. Jesu Antwort führt zu blankem Entsetzen. Sie sind ihm nicht gewachsen. Was am Gründonnnerstag so harmlos als Pesachmahl beginnt, findet in der Bezeichnung von Judas Iskariot als Verräter und der Vorhersage der Verlegnung des Petrus seine Fortsetzung. Doch auch die Leib-Gabe Jesu ist nicht harmlos. Gefangennahme, Verhör, Verlegnung, Geißelung führt bei den Jüngern zu Entsetzen und Furcht. Nur der Hauptmann hält dem Stand. Der Ostermorgen beginnt für die Frauen hoffnungsfroh, doch das leere Grab führt erneut zu  Schrecken und Entsetzen.

Vorbereitung

Pandemie und Fastenzeit, die aufoktroierte und die selbstauferlegte Einschränkung, fallen heuer schon wieder zusammen. Haben wir aus dem vergangenen Jahr etwas gelernt, oder ist alles nur mehr mühsam?
Jesus will den Tempel reinigen und vertreibt die Händler, die Geldwechsler. Auch wir kennen den Osterputz. Das Haus, das Zimmer wird gereinigt, vielleicht wirft man einiges weg, entsorgt es, gibt es an Bedürftige weiter. Wie geht das mit der Reinigung der Seele? Oder dem Gewissen?
Reinigung will auch Licht und Wahrheit zur Geltung bringen. Doch jeder hat so seine eigene persönliche Wahrheit und das Licht soll eher die "Machenschaften" der anderen aufdecken.
Jesu Weg ist ein anderer. Gott bestätigt dies, er ist der wahre Gott. Dass soll auch Jesus auf seinem Weg in die Passion helfen.

Kontaktaufnahme

In Zeiten von Pandemie ist Kontaktaufnahme leicht, denn wir alle sind auf elektronische Medien getrimmt, und schwer, wenn es eine physische sein soll. Jesus will in Kontakt mit den Menschen kommen. Die erste Kontaktaufnahme versucht zum Fest der Erscheinung des Herrn Herodes. Doch ist seine Intention keine positive. Er will herausfinden lassen, wer und wo Jesus ist, um ihn umbringen lassen zu können. Es ist das Genre der Spionagefilme.
Bei der taufe des Herrn ist es Gott, der zu seinem Sohn Kontakt aufnimmt und ihm versichert, der geliebte Sohn zu sein. Eine Selbstverständlichkeit? vielleicht sind es die selbstverständlichen dinge, die manchmal gesagt werden müssen. Jesus soll wissen, dass Gott, sein Vater hinter ihm steht. Er erhält diesen Zuspruch.
Kommt uns seht, macht euch selbst ein Bild, sagt Jesus zwei Jüngern von Johannes. Sie gehen und leben mit ihm und bleiben bei ihm und bringen ihm andere Jünger. Nach der Kontaktaufnahme braucht es eine Einladung, die kann fruchtbar werden. Wirklich angenommen sind wir erst, wenn wir auch eine Aufgabe bekommen. Jesus macht die Fischer zu Menschenfischern. Vielleicht würde alles andere ihre Vorstellung übersteigen. Manchmal ist konkrete Hilfe verlangt, auch wenn sie nicht dezidiert ausgesprochen aber die Fähigkeit zugestanden wird. Jesus treibt den unreinen Geist aus. Auch das ergibt sich nach einer Kontaktaufnahme, wir sind geachtet und wertgeschätzt und Jesus hilft, egal womit wir "besetzt" sind.