Epistula

Wir haben unsere "epistula" von Print auf Online umgestellt. Hier finden sich regelmäßig Nachrichten aus der Unipfarre und die Veröffentlichung der aktuellen Predigtreihe. Dies hier ist aber auch ein Freiraum für eigene Beiträge. Wenn Du einen Text beitragen möchtest, ein Gebet, Gedanken, schreibe uns einfach an office@unipfarre.at

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Mitdenken

Mitdenken ist angesagt, das sagen, würden wir manchmal gern Mitmenschen sagen, die handeln ohne anscheinend zu überlegen, ob ihr Tun situationsadäquat ist. Mitdenken ist das große Thema dreier Sonntage. Über die Weisheit nachzusinnen ist vollkommene Klugheit, denn die Weisheit will gesucht und gefunden werden. Geht es um die Weisheit Gottes, die Weisheit des Lebens, die Weisheit des Lebens vor Gott, all das könnte in uns zum Schwingen kommen, wenn wir diesen Text hören. Klugheit ist es, zu den Lampen auch noch Öl mitzunehmen, sich also nicht einfach auf andere Menschen oder Gott zu verlassen, sondern auch noch den eigenen Beitrag zu leisten. Doch das ist nur ein Gedanke, der im Evangelium von den klugen und törichten Jungfrauen noch eine andere Pointe hat.
Anmut und Schönheit sind vergänglich, was zählt sind unsere Charismen und Talente. Natürlich müssen wir diese einsetzen. Der Einsatz aber verlangt ein Mitdenken, ob die eigenen Ängste, Zwänge und Wünsche handlungsleitend sein sollen, oder ob es um das größere Ganze geht. Unser Handeln soll also bedacht sein – auch vor Gott.
Für wen tun wir was, das ist das Thema am Christkönigssonntag. Die Entscheidung für die Schafe Hirt zu sein, hat Folgen für den Hirt und auch für die Schafe. Im Matthäusevangelium wird das, was man für einen der Geringsten getan hat, als Dienst an Gott gedeutet. Wenn wir anderen helfen, denken wir meistens wohl nicht mit, dass dies auch „Gottesdienst“ ist. Doch erfüllt sich erst darin, das dreifache Leibesgebot.
 

KHJ

"Glauben - Mitgestalten - Gemeinschaft leben"

Wir sind eine Gruppe Studierender der Universitätspfarre, verbunden durch Freundschaft und Glaube. Wir bringen uns in das Gemeinschaftsleben der Pfarre durch Gestaltung von Roraten und Veranstaltung verschiedener Aktionen, wie Workshops oder offenen Diskussionsrunden ein. Wir machen gemeinsame Ausflüge - das traditionelle Törggelen im Herbst und einen Städtetrip im Sommer - und veranstalten Feste.

Das Zeichen der KHJ ist das Tau, es ist das Kreuzsymbol des Hl. Franziskus

Interesse mitzumachen? :) Einfach mit einer kurzen E-Mail melden:
matthias_hinteregger@a1.net (Obmann)

Unbestechlichkeit

Korruption wird uns über die Medien von fernen Ländern berichtet, manchmal auch vom eigenen Land. Es scheint eine Versuchung des Menschen zu sein, für ungerechtfertigte Dienste und Begünstigungen Geld oder anderes anzunehmen. Das gilt in unserer Zeit und war wohl zu Jesu Zeiten nicht anders. Jesus setzt dem die Haltung der Unbestechlichkeit entgegen.
Am kommenden Sonntag geht es um die Frage, für wen wir laufen, leben. Für Gott, für welchen? Beim Propheten Jesaja, sagt Gott, ich bin der Herr und sonst niemand. Die Pharisäer aber wollen von Jesus wissen, ob man dem Kaiser Steuern zahlen darf. Sollen sie Gott oder dem Kaiser dienen? Sind sie Söhne Gottes oder Untertanen des Kaisers? Die Antwort Jesu zeigt seine Unbestechlichkeit. Er lässt sich nicht in Versuchung führen.
Worin schaut nun ein Dienst aus? Am darauffolgenden Sonntag hören wir aus dem Buch Exodus praktische Verhaltensweisen, wie wir unbestechlich leben und handeln können. Als Richtschnur jeglichen Tuns wird uns im Evangelium von Jesus das dreifache Liebesgebot genannt. Ein reiner Dienst erscheint als ein Dienst, der dem anderen Wohl will und für sich selbst keine Erwartungen an Kompensationen weckt.
Zu Allerheilgen hören wir wie jedes Jahr die Seligpreisungen. Es geht um die reine Seele, oder wie es im Johannesbrief heißt, „wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden“. An einer reinen Seele prallen alle Versuchungen ab. Sie will sich auch nichts beweisen und muss sich auch nichts verdienen.
Am Sonntag danach geht es nochmals um die Frage, was man denn für sich nehmen will. Paulus schreibt nach Thessaloniki, dass er hart gearbeitet hat, um der Gemeinde nicht zur Last zu fallen. Das Thema des Ehrenamtes findet sich auch im Evangelium wieder. Ist es eine Ehre, den Menschen zu dienen, und hat man deshalb ein Anrecht einer herausgehobenen Position?