Epistula

Hier finden sich regelmäßig Nachrichten aus der Unipfarre und die Veröffentlichung der aktuellen Predigtreihe. Dies hier ist aber auch ein Freiraum für eigene Beiträge. Wenn Du einen Text beitragen möchtest, ein Gebet, Gedanken, schreibe uns einfach an office@unipfarre.at

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März 2021,

Dasein für Euch

Gott ist für uns da, jederzeit. Jesus ist für uns Menschen Mensch geworden.
Deshalb stellt er sich als der gute Hirt vor, der die seinen kennt und der alle, auch jene, die noch nicht in "seinem" Stall sind, zusammenführen will.
Deshalb bedient er sich des Bildes vom Weinstock, an dem die Reben bleiben sollen. Sie bringen nur am Weinstock Frucht, sonnst verdorren sie und werden verbrannt.
Deshalb will Jesus, dass wir uns so lieben wir, wie er uns liebt.
Deshalb bittet Jesus den Vater, er möge seine Jünger "heiligen", behüten und begleiten.
Deshalb schickt Gott den heiligen Geist, damit wir nicht allein und ohne Beistand und Hilfe leben müssen.

Wenn Gott, wenn Jesus, wenn der Geist für uns da ist, dann ist es nur richtig, wenn wir für andere da sind - Menschen für andere.

Erschrecken

Vom Palmsonntag bis Ostern spannt sich ein Bogen. Der feierliche messianische Einzug in Jerusalem, lässt manche erschrecken. Im Markusevangelium wird danach auf vielfältige Weise die Messiasfrage vertieft. Am Palmsonntag lesen wir auch die Vollmachtsfrage, die die Schriftgelehrten stellen. Jesu Antwort führt zu blankem Entsetzen. Sie sind ihm nicht gewachsen. Was am Gründonnnerstag so harmlos als Pesachmahl beginnt, findet in der Bezeichnung von Judas Iskariot als Verräter und der Vorhersage der Verlegnung des Petrus seine Fortsetzung. Doch auch die Leib-Gabe Jesu ist nicht harmlos. Gefangennahme, Verhör, Verlegnung, Geißelung führt bei den Jüngern zu Entsetzen und Furcht. Nur der Hauptmann hält dem Stand. Der Ostermorgen beginnt für die Frauen hoffnungsfroh, doch das leere Grab führt erneut zu  Schrecken und Entsetzen.

Vorbereitung

Pandemie und Fastenzeit, die aufoktroierte und die selbstauferlegte Einschränkung, fallen heuer schon wieder zusammen. Haben wir aus dem vergangenen Jahr etwas gelernt, oder ist alles nur mehr mühsam?
Jesus will den Tempel reinigen und vertreibt die Händler, die Geldwechsler. Auch wir kennen den Osterputz. Das Haus, das Zimmer wird gereinigt, vielleicht wirft man einiges weg, entsorgt es, gibt es an Bedürftige weiter. Wie geht das mit der Reinigung der Seele? Oder dem Gewissen?
Reinigung will auch Licht und Wahrheit zur Geltung bringen. Doch jeder hat so seine eigene persönliche Wahrheit und das Licht soll eher die "Machenschaften" der anderen aufdecken.
Jesu Weg ist ein anderer. Gott bestätigt dies, er ist der wahre Gott. Dass soll auch Jesus auf seinem Weg in die Passion helfen.