Epistula

Hier finden sich regelmäßig Nachrichten aus der Unipfarre und die Veröffentlichung der aktuellen Predigtreihe. Dies hier ist aber auch ein Freiraum für eigene Beiträge. Wenn Du einen Text beitragen möchtest, ein Gebet, Gedanken, schreibe uns einfach an office@unipfarre.at

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was wir haben müssen

Was brauchen wir eigentlich, dass unser Leben gelingt. In den Wochen des Lock-down haben wir gemerkt, auf was wir nicht verzichten wollen oder können, aber auch, was nicht so oder gar nicht wichtig ist.
Die Texte der kommenden Gottesdienste greifen dieses Thema auf. Am Dreifaltigkeitssonntag gibt Gott seinen Sohn der Welt. Das ist die Grundbedingung unseres christlichen Glaubens, unserer Beziehung zu Gott. Wir müssen ihn, Jesus Christus, aber auch aufnehme. Die ganz konkrete Form, das Brot des Lebens aufzunehmen und in sich zu tragen, das ist das Geheimnis, das wir zu Fronleichnam feiern. Damit dies gelingt bedarf es Menschen, die die Vermittlerrolle übernehmen. Es braucht Arbeiter in Weinberg. Die Wahl der Zwölf fragt nach der Bereitschaft, wer von den Menschen heute bereit ist oder wäre, sich rufen zu lassen. Die Arbeit, die Gott uns zuschreibt ist leicht, das Joch drückt nicht, wir müssen uns selbst annehmen und ruhe finden, Ruhe für die Seele. Das gewährt uns Gott. Der Auftrag der im Christsein steckt heißt, für andere Dasein, Menschen für andere sein, andere aufnehmen.

Selbstständig werden

Das Erwachsen werden hat auch mit Selbstständig werden zu tun, auch wenn beides unabhängig vom pysischen Alter ist. In den nachösterlichen Evangelien Ostern auf Christihimmelfahrt und Pfingsten hin, geht es um das Selbststädnig werden der Apostel. Am Ostertag haben sie sich noch im Obergemach vor lauter Furcht eingesperrt. Der Auferstandene muss ihnen immer wieder begegnen, damit sie verstehen, wass passiert ist, damit sie die Frohe Botschaft hinaustragen und Gemeinde (eine Jüngerschaft) bilden können. Die Apostelgeschichte erzählt davon. Die Fragen nach Ostern waren also "Wie geht es weiter?", "Was blockiert mich?", "Wer sind richtige Wegbegleiter?", "Habe ich das Ziel vor Augen?", "Von wem kann ich Unterstützung erhalten?". Jesus muss letztlich seinen Jüngern "Platz machen" durch seine Himmelfahrt. Was kann ein "Für andere Beten" bewirken? Zu Pfingsten erhalten die jünger dann "ihren letzten Auftrag" von Jesus. Dann sind sie selbstständig, müssen es sein. Dann, so sagen wir, ist die Kirche konstituiert.

Christoph Probst Lecture

Mit der neu etablierten Christoph Probst Lecture will die Universität Innsbruck alljährlich an ihren kurzzeitigen Medizin-Studenten Christoph Probst erinnern. Er wurde in Innsbruck festgenommen und am 22. Februar 1943 in München-Stadelheim als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gemeinsam mit den Geschwistern Scholl durch das NS-Regime hingerichtet. Das Ziel der Christoph Probst Lecture ist es, im Rahmen von Vorträgen renommierter Fachleute, die Ideale der „Weißen Rose“ – Freiheit, Demokratie und Zivilcourage – zu reflektieren und weiterzutragen.

Die Lecture werden von der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der Medizinische Universität Innsbruck sowie der Unipfarre durchgeführt.