Epistula

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Kontaktaufnahme

In Zeiten von Pandemie ist Kontaktaufnahme leicht, denn wir alle sind auf elektronische Medien getrimmt, und schwer, wenn es eine physische sein soll. Jesus will in Kontakt mit den Menschen kommen. Die erste Kontaktaufnahme versucht zum Fest der Erscheinung des Herrn Herodes. Doch ist seine Intention keine positive. Er will herausfinden lassen, wer und wo Jesus ist, um ihn umbringen lassen zu können. Es ist das Genre der Spionagefilme.
Bei der taufe des Herrn ist es Gott, der zu seinem Sohn Kontakt aufnimmt und ihm versichert, der geliebte Sohn zu sein. Eine Selbstverständlichkeit? vielleicht sind es die selbstverständlichen dinge, die manchmal gesagt werden müssen. Jesus soll wissen, dass Gott, sein Vater hinter ihm steht. Er erhält diesen Zuspruch.
Kommt uns seht, macht euch selbst ein Bild, sagt Jesus zwei Jüngern von Johannes. Sie gehen und leben mit ihm und bleiben bei ihm und bringen ihm andere Jünger. Nach der Kontaktaufnahme braucht es eine Einladung, die kann fruchtbar werden. Wirklich angenommen sind wir erst, wenn wir auch eine Aufgabe bekommen. Jesus macht die Fischer zu Menschenfischern. Vielleicht würde alles andere ihre Vorstellung übersteigen. Manchmal ist konkrete Hilfe verlangt, auch wenn sie nicht dezidiert ausgesprochen aber die Fähigkeit zugestanden wird. Jesus treibt den unreinen Geist aus. Auch das ergibt sich nach einer Kontaktaufnahme, wir sind geachtet und wertgeschätzt und Jesus hilft, egal womit wir "besetzt" sind.

Er-Klärung

Manches, was passiert, was wir tun und sagen, braucht eine Erklärung, um wirklich verstanden zu werden. Manches ist selbsterklärend und führt von sich aus zur Klärung. Die Evangelien im Advent führen uns auf das Fest der Geburt Christi hin. Wenn wir von den Zeichen hören braucht es eine Erklärung, worauf sie und ihre Deutung hinweisen, doch klärt es sich in Blick auf Weihnachten.
Johannes selbst ist ein Zeichen und er erklärt seine Mission. Doch braucht sein Bild vom Aufschnüren der Schuhe wiederum Erklärung. Eltern, die ihren Kindern die Schuhe schließen/zubinden müssen, kennen den Dienst, von dem Johannes aber sagt, er sei nicht würdig diesen auszuüben.
Erst nach dieser Selbsteinführung kann Johannes berechtigterweise Zeugnis ablegen von Jesus dem Christus. Doch all das bleibt noch relativ nebulose. In der Verkündigungsszene des Engels mit Maria wird deutlich, worin all das mündet: in der Erfüllung des (Heils-)Geschehen, in der Geburt Jesu, in der Inkarnation Gottes, in der Entäußerung des Wortes. In der Christmette lässt sich also dann fragen, habe ich etwas verstanden, ist mir etwas klar geworden?

womit leben?

Wir alle haben Talente, Charismen, Eigenschaften. Manche erleichtern uns das Leben, manche führen dazu, dass uns andere bewundern, manche machen es für uns nicht gerade einfacher. Vielleicht würde die eine oder der anderer sagen, das ist mein Kreuz, mit dem ich leben muss.
Wer begnadet ist, dem fällt alles oder einiges leicht oder in den Schoß. Wir können es spirituell deuten, dann ist es Gott, der mit uns ist. Im Tod erfüllt er bei uns, was noch an Liebe fehlt.
Töricht handeln die Jungfrauen - sie wissen es halt nicht besser, oder sie meinten besonders clever zu sein. Wir haben gelernt, dass es gut ist, sich auf Gott zu verlassen, doch dass man trotzdem dass seinige mittun muss. Um im Bild der aufgefüllten Liebe zu bleiben, es muss etwas da sein, dass man auffüllen kann.
Talentiert im Umgang mit den Talenten (dem Geld und den Fähigkeiten) sind die einen, während die anderen nichts vergeuden wollen, nichts einer Ungewissheit aussetzen wollen und eben deshalb scheitern. Das Leben ist immer ein Wagnis.
Am Ende stellt sich heraus, was richtig war, dann wird man "gerichtet". Das Kriterium ist überraschend, aber wäre eigentlich einfach zu erfüllen gewesen, wenn man gewusst hätte, worum es geht. Man dient Gott, weil man den anderen Menschen hilft.
Mit welchen Talenten leben wir - was leben wir?