Kapelle

Josef-Hirn-Straße 5-7
5. Stock
6020 Innsbruck

Die Kapelle der Unipfarre im 5. Stock des ÖH Gebäudes wurde 1999 von Architekt Josef Lackner errichtet. Wenn man sie betritt, kommt man zunächst in einen Raumteil, der die gesamte Breite des ÖH-Gebäudes umfasst, niedrig, mit einem mächtigen Pfeiler und einem daraufliegenden Unterzug. Die Stirnseite erscheint zunächst als geschlossene Wand. Geht man weiter, öffnet sich der Raum. Zwar ist der anschließende Raumteil selbst weniger breit, doch höher und lässt dann die Deckenschräge erkennen und endlich gelangt man zu einem schräg gestellten Oberlichtband, das den Blick auf die Berggipfel der Nordkette freigibt. Die anfangs als geschlossene erscheinende Stirnwand entpuppt sich als eine 45° nach Außen geneigte Wand auf der im rechten Winkel, also wiederum 45° schräg nach innen das Fensterband liegt. Vor dieser Wand schwebt ein breites Kreuz, das aus dünnen, rahmenden Leisten besteht und so in seiner Durchlässigkeit nur die schräge, weiße Wand durchscheinen lässt. Durch die Schrägstellung und die weiße Farbe ist die Materialität der Wand kaum zu fassen. Der Tabernakel sitz auf einer Eisenstele und wurde von der ehemaligen Kapelle übernommen, ebenso wie der Altar. Mit dem schwebenden Kreuz korrespondiert das schwebende Ewige Licht. Die Muttergottesstatue mit Jesukind stammt von Guido Anton Muss. An der Rückwand des Raumes befindet sich ein dreiteiliges, schließbares Altarblatt von Heinz Klima.

Die Kapelle lädt zum Beten, zum Meditieren und zum Gottesdienstfeiern ein. Der Blick auf die Nordkette ist einmalig.