Auf der Sonnenseite des Lebens

Glücklich, wen die Geburt, das eigene Können oder das der Eltern auf die Sonnenseite des Lebens gebracht hat. Wer also reich, gesund und bei Verstand ist, hat keine Sorgen – oder doch. Die Evangelien der nächsten fünf Sonntag zeigen uns, dass daraus ganz eigene Sorgen oder Fragestellungen entstehen können.
Die scheinbare Sonnenseite hier, kann die Nacht im anderen Leben zur Folge haben. An was haben wir uns alles gewöhnt, was brauchen wir nicht alles, weil wir schon alles haben.
Dankbarkeit für das was wir haben, Leben als Dienst ist nicht so einfach, schließlich könnte es immer noch mehr sein. Auch ohne gleich an Korruption zu denken, wollen wir uns manchmal „Rechte“ bei  Gott erwerben.
Wir bedanken uns überschwänglich beim Arzt, der uns geheilt, beim Chirurgen, der uns operiert hat. Der Anästhesist geht schon leer aus. Das unsere Heilung auch etwas mit  Gott zu tun haben könnte, blenden wir ganz und gar aus. Die Sonnenseite des Lebens haben wir uns erworben.
Glücklich, wer in einem Rechtsstaat lebt, glücklich, wem Recht gesprochen wird. Manchmal geschieht dies durch Menschen widerwillig. Erfahren wir Gottes Tun, erfahren wir Gottes tun als gerecht machend?
Gott sei es gedankt, dass ich anders bin als die anderen Menschen – das denkt sich der Pharisäer, dafür dankt er Gott und zeigt damit, dass er nichts verstanden hat. Auch in der Frömmigkeit gibt es Hybris.