Erwartungen

Kinder erwarten sich zu Weihnachten, Geschenke vielleicht noch vom Christkind, Erwachsene eine friedvolle Stimmung in der Familie, die Gläubigen die Geburt Jesu als den Beginn einer neuen Zeit. Doch zuvor muss noch das alte zu Ende gehen. Wir sind daher am 1 Adventsonntag noch mit endzeitlichen Texten konfrontiert.

Johannes ist aufgebrochen, weil das Wort Gottes an ihn erging, er solle Umkehr predigen. Wer sich aufmacht, muss sich dafür bereiten. Dann müssen auch alte Gewohnheiten aufbrechen, muss man bereit sein, sie hinter sich zu lassen.

Johannes ist nicht selbst der Messias, er bereitet dessen Ankunft nur vor. Am 3. Adventsonntag, dem Tag Gaudete, feiern wir diese Vorfreude.

Maria besucht Elisabeth, ihre Verwandte. Dieser Besuch zeigt die Erwartungen und die Freude. Johannes hüpft im Mutterschoß. Welche Besuche machen wir? Auf welche bereiten wir uns vor.

Jesus, der Heiland wird uns geboren. Die Erfüllung der Weissagung, der Verkündigung ist geschehen. Doch ist sie mit einer Überraschung verknüpft. Nicht ein starker, politischer Messias, sondern ein kleines Kind wird uns geboren.

Das wir auch am Sonntag Erscheinung des Herrn deutlich. Die Erwartungen der Sterndeuter ist eine andere, als die von Herodes. Wahrscheinlich sind sie alle überrascht, was sie in der Krippe vorfinden, wohin sie der Stern gebracht hat.

Mit der Taufe Jesu schließt der liturgische „Weihnachtskreis“. Gott bekennt sich zu seinem geliebten Sohn. Die Zweifel, so es sie gab, sind vorbei. Jesus ist der Messias.