Umkehr

Die Fastenzeit ist die Zeit der Einkehr, die Zeit in sich hineinzuhören, die Zeit in besonderer Weise auf Gott zu hören, um zur Umkehr zu kommen. Die Sonntagsgottesdienste stehen unter dem Thema Umkehr.
Am Aschermittwoch steht die (Selbst-)Verpflichtung im Vordergrund, die Zeit durch Fasten, Gebet, und (Almosen-)Geben zu verwenden. Am darauffolgenden Sonntag steht die Versuchung Jesu und unsere eigenen Versuchungen im Mittelpunkt. Man muss nicht jeder Versuchung erliegen. Wachsam darauf zu  achten, welche Versuchungen jede, jeder einzelne hat, kann uns helfen uns besser zu verstehen und zu klären, worauf wir in der Umkehr achten sollen.
Am 2. Fastensonntag wird Jesus verklärt, er erscheint in hellem weißem Licht. Doch Verklärung kann auch bedeuten, Geschehenes im Nachhinein besser sehen und darstellen zu wollen, als es eigentlich war. Wichtig ist also, sich dem ungeschminktem Sehen auszusetzen, vor den Realitäten nicht in eine heile Scheinwelt zu flüchten.
Die Umkehr ist für Jesus notwendig um nicht "umzukommen", um von Gott verschont zu werden. Im anschließenden Gleichnis vom Feigenbaum erbittet der Weingärtner eine Frist, dass sich  der Feigenbaum regenerieren und Früchte tragen kann. das ist tröstlich, gilt es doch auch uns.
Am 4. Fastensonntag ist das Gleichnis vom Barmherzigen Vater. Er versöhnt sich mit dem jüngeren Sohn, zugleich, vielleicht noch viel mehr braucht es auch die Versöhnung mit dem älteren Sohn. Es geht darum, mit sich und dem anderen ins Reine zu kommen. 
Der nächste Schritt ist die Vergebung. Sie impliziert auch, das Nicht-Mehr-Sündigen-Wollen. Keiner hat die Sünderin verurteilt, doch Jesus erwartet, dass sie von jetzt an nicht mehr sündigt. Welche Schritte setzen oder unterlassen wir, das unser Leben neu wird, wir umkehren? Umkehr geschieht im Herzen und zeigt sich im Leben.